Weishaupt Brauchwasserwärmepumpe WWP T 290 FW
Die TW-WP ist ein anschlussfertiges Heizgerät und besteht im wesentlichen aus dem Warmwasserspeicher, den Komponenten des Kältemittel-, Luft- und Wasserkreislaufes sowie allen für den automatischen Betrieb erforderlichen Steuer-, Regel- und Überwachungseinrichtungen.
Die TW-WP nutzt, unter Zuführung elektrischer Energie, die Wärme der angesaugten Luft für die Warmwasserbereitung. Der Gerätetyp TW-WP mit innerem Wärmetauscher ist für den Anschluss an einen zusätzlichen Wärmeerzeuger geeignet, wie Heizkessel oder Solaranlage. Ein senkrechtes Hüllrohr (Innen Ø = 12 mm) dient zur Aufnahme eines externen Temperaturfühlers. Die Geräte sind serienmäßig mit einem elektrischen Heizstab (1,5 kW) ausgerüstet.
Maßgebend für den Energiebedarf und die Aufheizdauer für die Warmwasserbereitung ist die Temperatur der angesaugten Luft, der Wärmequelle. Aus diesem Grunde kann zur gezielten Abwärmenutzung an den serienmäßigen Bundkragen der Trinkwasser-Wärmepumpe ein Luftkanalsystem (DN 160, max. Länge 10 m) angeschlossen werden. Grundsätzlich muss für einen effektiven Wärmepumpenbetrieb, ein Luftkurzschluss zwischen angesaugter und ausgeblasener Luft vermieden werden. Eine mögliche Variante ist z.B. der Einsatz eines flexiblen Luftschlauches auf der Ansaug- und Ausblasseite.
Mit fallender Ablufttemperatur sinkt die Wärmepumpenheizleistung und verlängern sich die Aufheizdauern. Für einen wirtschaftlichen Betrieb sollte die Luftansaugtemperatur 15 °C nicht unterschreiten. Sinkt die Luftansaugtemperatur unter 8 °C ±1,5 (Rückschaltwert 3 K) wird die Wärmepumpe abgeschaltet und die Warmwassererwärmung erfolgt mittels des serienmäßigen Heizstabes (1,5 kW).
Der elektrische Heizstab erfüllt vier Funktionen:
- Zusatzheizung: Durch Zuschalten des Heizstabes (über Schalter „Heizstab“ siehe Pkt. 2.3) zur Wärmepumpe, wird die Aufheizzeit um ca. die Hälfte verkürzt.
- Frostschutz: Sinkt die Lufttemperatur unter 8 ±1,5 °C (Rückschaltwert 3 K), schaltet sich der elektrische Heizstab automatisch ein und erwärmt das Wasser (nominal) bis zur eingestellten Sollwert-Warmwassertemperatur. Die in der Frostschutzfunktion durch den Heizstab erzeugte Warmwassertemperatur kann über den eingestellten Sollwert steigen!
- Notheizung: Bei einer Störung der Wärmepumpe kann durch den Heizstab die Warmwasserversorgung aufrecht erhalten werden. H
- öhere Wassertemperatur: Ist die erforderliche Warmwassertemperatur höher als die von der Wärmepumpe erreichbare Temperatur (ca. 60 °C), so kann diese mittels Heizstab auf max. 85 °C erhöht werden
Kältemittelkreislauf (Funktionsprinzip der Wärmepumpe)
Der Kältemittelkreislauf ist ein geschlossenes System in dem das Kältemittel R134a als Energieträger fungiert. Im Lamellentauscher wird der angesaugten Luft bei niedriger Verdampfungstemperatur die Wärme entzogen und an das Kältemittel übertragen. Das dampfförmige Kältemittel wird von einem Verdichter angesaugt und auf ein höheres Druck-/Temperaturniveau verdichtet und zum Verflüssiger transportiert, wo die im Verdampfer aufgenommene Wärme und ein Teil der aufgenommenen Verdichterenergie an das Wasser abgegeben wird. Anschließend wird der hohe Verflüssigungsdruck mittels eines Drosselorgans (Expansionsventil) bis auf den Verdampfungsdruck entspannt und das Kältemittel kann im Verdampfer wieder Wärme aus der angesaugten Luft aufnehmen.
Wasserkreislauf
Die Wasserkreisläufe der TW-WP sind vom Typ (mit oder ohne inneren Wärmetauscher) abhängig. Sie sind bauseits zu installieren. Die Wasseranschlüsse befinden sich an der Geräterückseite.

Sicherheits- und Regeleinrichtungen
Die TW-WP ist mit folgenden Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet:
- Hochdruckpressostat (HD): Der Hochdruckpressostat schützt die Wärmepumpe vor unzulässig hohem Betriebsdruck im Kältemittelkreislauf. Im Störfall schaltet der Pressostat die Wärmepumpe ab. Die Wiedereinschaltung der Wärmepumpe erfolgt automatisch nach Druckabsenkung im Kältemittelkreislauf.
- Sicherheitstemperaturbegrenzer für Heizstab (STB): Der STB schützt die Warmwasserinstallation vor unzulässiger Temperaturerhöhung. Bei Überschreitung des eingestellten Schaltwertes (99 °C) wird der Heizstab abgeschaltet. Eine Wiedereinschaltung des Heizstabes ist erst möglich, wenn die Warmwassertemperatur auf = 90 °C abgesunken ist und danach der Rückstellknopf (siehe Bild) am STB gedrückt wird (darf nur von fachkundigen Personen erfolgen!).

Die TW-WP ist weiter mit folgenden Regel- und Steuerungseinrichtungen ausgerüstet:
- Temperaturregler für Heizstab (TR): Der Temperaturregler für den Heizstab regelt die Warmwassertemperatur bei Heizstabbetrieb. Die Maximaltemperatur dieses Regler ist werkseitig auf 65 °C eingestellt (der Regler ist gemeinsam mit dem STB in einem Gehäuse untergebracht). Eine Änderung der Temperatureinstellung ist mittels geeignetem Werkzeug möglich (siehe Abb.). Die Veränderung dieser Einstellung darf nur durch fachkundige Personen erfolgen!
Im Automatikbetrieb (Aktivierung über Lufttemperaturthermostat) wird das Wasser durch den Heizstab bis zum eingestellten Sollwert (am Temperaturregler-Wärmepumpe) erwärmt. Zur Minimierung der Betriebsdauer des Heizstabes wird im Vergleich zum reinen Wärmepumpenbetrieb ein kleineres Speichervolumen aufgeheizt. Im manuell eingeschalteten Permanentbetrieb wird das Warmwasser bis zur eingestellten Maximaltemperatur des Heizstabreglers erwärmt. Der Heizstab kann optional auch extern zugeschalten werden (siehe Pkt. „elektrischer Anschluss“), das Wasser wird mit dieser Schaltung wieder bis zur eingestellten Maximaltemperatur des Heizstabreglers erwärmt.
- Temperaturregler-Wärmepumpe: Die Temperaturkontrolle im Warmwasserspeicher und die Regelung für den Verdichterbetrieb übernimmt der Temperaturregler. Dieser erfasst durch einen Fühler die Wassertemperatur und regelt diese in Abhängigkeit vom eingestellten Sollwert. Die Einstellung des gewünschten Temperaturniveaus (Sollwert) erfolgt über den Drehknopf an der Bedienblende.
- Lufttemperaturthermostat: Der Fühler dieses Thermostaten erfasst die Temperatur in der TW-WP direkt vor dem Verdampfer (Luftansaugtemperatur). Bei einer Unterschreitung des fest eingestellten Schaltwertes (8 ±1,5 °C, Rückschaltwert 3 K) wird die Warmwasserbereitung automatisch vom Wärmepumpenbetrieb auf Heizstabbetrieb umgeschaltet.
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Technische Daten |
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Typ- und Verkaufsbezeichnung |
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WWP T 290 FW |
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Bauart |
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mit zusätzlichem inneren Wärmetauscher |
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Gehäuse |
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Folienmantel |
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Farbe |
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weiß, ähnlich RAL 9003 |
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Speichernennvolumen |
l |
290 |
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Speicherwerkstoff |
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Stahl emailliert nach DIN 4753 |
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Speicher-Nenndruck |
bar |
10 |
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Ausführung |
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Abmessungen Höhe (max.) x Durchmesser (max.) |
mm |
1695 x 700 |
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Gewicht |
kg |
ca. 125 |
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Elektroanschluss (steckerfertig - Zuleitungslänge ca.2,7m) |
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1/N/PE ~ 230V, 50 Hz |
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Absicherung |
A |
16 |
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Kältemittel / Füllmenge |
- / kg |
R134a / 1,0 |
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Einsatzbedingungen |
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Wassertemperatur wählbar (Wärmepumpenbetrieb +1,5 K) |
°C |
23 bis 60 |
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luftseitiger Wärmepumpen-Einsatzbereich (1) |
°C |
8 bis 35 |
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Schalldruckpegel (2) |
dB(A) |
53 |
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Luftstrom im Wärmepumpenbetrieb |
m³/h |
450 |
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Externe Pressung |
Pa |
100 |
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Maximal anschließbare Rohrkanallänge des Luftkanals |
m |
10 |
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Anschlüsse |
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Luftkanalanschluss Durchmesser (Ansaugen/Ausblasen) |
mm |
160 |
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innerer Rohrwärmetauscher - Übertragungsfläche |
m² |
1,45 |
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Fühlerrohr D innen (für Fühler - Wärmetauscherbetrieb) |
mm |
12 |
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Wasseranschlüsse Kaltwasser / Warmwasser |
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R1" |
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Zirkulationsleitung |
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Wärmetauschervorlauf /-rücklauf |
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1500 |
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Leistungsangaben |
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615 |
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Leistungsaufnahme elektr. Zusatzheizung |
W |
1870 |
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mittlere Leistungsaufnahme (3) bei 60 °C |
W |
3,5 |
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mittlere Heizleistung (4) bei 45°C |
W |
47 |
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COP (t) nach EN 25 bei 45*C |
- |
290 |
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Bereitschaftsenergieaufnahme bei 45 °C/24h |
(W) |
9,1 |
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max. Mischwassermenge von 40 °C Vmax |
l |
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Aufheizzeit von 15 °C auf 60 °C |
h |
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1. bei Temperaturen unterhalb von 8 °C (+/- 1,5°C) schaltet sich automatisch ein Heizstab ein und das Wärmepumpenmodul aus, der Rückschaltwert des Reglers beträgt 3 K
2. in 1m Abstand (bei Freiaufstellung ohne Ansaug- und Ausblaskanal bzw. ohne 90°-Rohrbogen ausblasseitig)
3. Aufheizvorgang des Nenninhaltes von 15 °C auf 60 °C bei einer Luftansaugtemperatur von 15 °C und relat. Feuchte von 70 %
3. Aufheizvorgang des Nenninhaltes von 15 °C auf 45 °C bei einer Luftansaugtemperatur von 15 °C und relat. Feuchte von 70 %